Kanzlei Rechtsanwalt Dr. Thomas Brenner


Die Kanzlei ist im Jahre 1998 von RA Dr. Thomas Brenner gegründet worden. Eigenständigkeit, Freude am Beruf und am selbstständigen Arbeiten haben RA Dr. Brenner zu diesem Schritt bewogen. Nach kurzer Zeit ist dann die Kollegin RA Dr. Tanja Benvenuti dazu gestoßen und im Laufe der Jahre haben weitere Mitarbeiter das Kanzleiteam mit ihrer Kompetenz und ihrem Fachwissen bereichert. Die Kanzlei hatte ihren Sitz bis zum Jahre 2013 am historischen Obstplatz im Herzen von Bozen. Seit November 2013 ist die Kanzlei in größere Büroräume in die Silbergasse 18 übersiedelt.

Verstärkt durch ein junges Team von drei Juristen samt Bürokräften ist die Kanzlei Tag für Tag bemüht, nicht nur den Kunden einen professionellen Service bei all ihren rechtlichen Fragen und Problemen zu bieten, sondern ihnen auch das erleichternde Gefühl zu vermitteln, dass sie bei uns in guten Händen sind.

Aktuelle Meldungen

Abstoßung „lästiger“, unverkäuflicher und kostenintensiver Immobilien, ist das möglich?

80% der Italiener besitzen zumindest eine Immobilie, somit zählt der sogenannte „mattone“ (übers. wörtlich : Ziegelstein -  gemeint ist also die Investition in ein Haus oder in eine Wohnung) zu den beliebtesten Geldanlagen in Italien.

Es kann aber auch Fälle geben, in denen der Immobilienbesitz ganz und gar unerwünscht ist und zur Belastung wird, denken wir an ein minimales  Miteigentum an einem unproduktiven Wald in nicht touristisch erschlossenen Bergen. Die Hälfte  an einer Wohnung, wo es einen jahrelangen Rechtsstreit gibt, die laufenden Kosten aber dennoch zu begleichen sind. Das Miteigentum von einem Siebtel an einer Wohnung, nach einer Erbschaft, die Wohnung befindet sich für einen Miteigentümer hunderte km entfernt und ist für diesen somit total uninteressant.

Gleichzeitig wollen die anderen Miteigentümer nicht kaufen, die Immobilie ist somit nicht an den Mann zu bringen, Kosten und Spesen sind aber dennoch zu bezahlen.

Nicht außer Acht zu lassen ist die durch das Eigentum entstandene Verantwortung für die Instandhaltung der Immobilie bei Schäden an Dritte Personen, denken wir an die lockeren Dachziegel die herabfallen können oder an den Baum im ungepflegten Garten, welcher umstürzt und ein benachbartes Haus trifft, oder gar eine vorbeigehende Person.

Was ist also zu tun?

Ein unentgeltlicher Verzicht auf die Immobilie ist möglich, dadurch entfallen ab diesem Moment die Kosten und die Verantwortung für die Immobilie.

Der Vertrag ist zwingend vor einem Notar abzuschließen. Sollte es sich um ein Miteigentum handeln, so erhalten die andere Miteigentümer propotional eine höhere Quote, (besteht das Miteigentum aus siebtel und eine r Verzichtet auf sein Eigentum so erhalten die verbliebenen Miteigentümer je ein sechstel), ohne dass diese Miteigentümer diesen Schritt verweigern können. Die Miteigentümer können lediglich ebenfalls verzichten, sollten alle Miteigentümer verzichten, fällt die Immobilie definitiv an den Staat.

Steuerlich sind die Bestimmungen einer Schenkung anzuwenden, dies bedeutet, dass der Schenker eine Steuer zu entrichten hat, welche zwischen 4% und 8 % schwankt. Bei Schenkungen innerhalb der Familie gibt es Freibeträge von 100.000.- €  bis zu 1 Mio. €, bei Schenkungen zu Gunsten des Staates sind es 8 % ohne Freibetrag.

Bozen am 05.12.2017   RA Dr. Thomas Brenner

(Quelle „Sole 24 Ore“ vom 04.12.2017“)
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